Was mache ich bloß wenn …?

Diese Frage ist meist der Beginn einer Gedankenspirale die kein gutes Ende nimmt. Sie lässt uns meist total verängstigt und verzweifelt zurück. Denn die ganze Zeit kreisen die Gedanken nur um die eine Frage, was wäre wenn …? Eine konstruktive Antwort ist meist nicht zu erwarten. So stellte sich mir bei der Organisation der Stammtische immer die Frage, was ist wenn sich mehr Teilnehmer melden als ich Plätze reserviert habe? Oh je! Ok, meine Frage lautete eigentlich, was mache ich wenn sich jetzt noch mehr Leute anmelden? Oh je! Denn in dem gemütlichen Lokal bei mir um die Ecke musste ich einen Tisch reservieren. Natürlich konnte ich die Reservierung auch noch bis einige Tage vor dem Termin anpassen, aber die Leute sind ja süß, sie melden sich auch gerne sehr kurzfristig an oder ab, wirklich planen kann da kein Mensch. Verhindern kann man es aber auch nicht, also muss ich damit leben.

Dann plane ich eben nicht

Was passierte also? Ich sammelte fleißig Anmeldungen und freute mich, dass mein Tisch gut gefüllt war. Und dann kam die Panik. Oh Mist! Was mache ich denn jetzt wenn sich noch mehr Leute anmelden wollen? Ich wusste es nicht. Denn ich wollte niemandem absagen oder ihn vertrösten. Vor allem, weil man an einem Stammtisch durchaus auch regelmäßig teilnimmt. Aber was, wenn der Tisch jedes Mal schon voll war? Wo sollten denn dann neuen Leute platz finden? Also dachte ich über weitere Termine nach. Das überforderte mich allerdings auch. So saß ich da, in meiner Panik, und wusste mir nicht recht zu helfen. Ich wollte nämlich auch keinen riesigen Tisch reservieren, 10 Personen schienen mir eine gute Anzahl zu sein. Und dann passierte etwas was ich mittlerweile mehrfach beobachten konnte, die vielen Leute sagten ab. Aus der Panik, wie ich so viele Leute letztlich unterbringen sollte, wurde Frust, dass plötzlich keiner mehr zu meinem Stammtisch kommen wollte. Was war denn da los?

Wie das Gesetz der Anziehung wirkt

Ja, richtig gelesen. Ich schiebe es auf die Resonanz mit meinem Umfeld. Dieses Phänomen konnte ich über das vergangene Jahr nämlich wirklich wunderschön beobachten. In der gesamten Zeit in der ich nicht wusste was ich machen sollte, wenn sich so viele Leute anmelden, passierte es einfach nicht mehr. Nie mehr meldeten sich 10 Leute an. Manchmal 8, aber die Zahl war am Veranstaltungsabend letztlich egal, denn mehr als 6 waren wir nie. Einmal sogar nur zu dritt. Mit dieser Erfahrung legte sich meine Panik. Wenn sich eh nie so viele Leute anmeldeten und am Ende der ein oder andere auch wieder absagt, worüber sollte ich mir dann noch Gedanken machen? Eben. Also verebbte die Panik und ich ging entspannter mit den Teilnehmerzahlen um. Ich wusste, es würde immer passen. Im Lokal war man teils nicht begeistert, wenn ich für 8 oder 10 Personen reserviert hatte und wir zu 3. oder 6. waren… verständlich, allerdings lag es nicht in meiner Macht, da die Menschen die Angewohnheit haben auch einfach nicht aufzutauchen.

Was hat das nun alles mit Resonanz zu tun? Naja, ab dem Moment in dem meine Ängste verschwanden, durch die Erfahrung, dass schon alles passen wird, bzw. der schlimmste Fall eh nie eintrat, tja, das war der Moment als ich mit 8 Personen am Tisch saß und sich keiner abgemeldet hatte oder nicht erschienen war. Wow, das war toll! Ich dachte mir, yay, endlich geht es vorwärts, endlich läuft’s! Ha! Hätte es auch, wenn…

Eine neue Location

… Ich nicht etwas geändert hätte. Und zwar verlegte ich den Stammtisch vom Lokal um die Ecke in mein Wohnzimmer. Warum? Ich hatte endlich den Platz und einen super tollen Tisch, an dem bis zu 12 Personen platz finden. Genau meine maximale Teilnehmerzahl. Also mal schnell in der Veranstaltung mitgeteilt, dass sich die Location geändert hat. So weit kein Problem, wenn da nicht wieder die Panik hoch gekommen wäre… Mit zu vielen Anmeldungen konnte ich mittlerweile umgehen, ich vertröstete die Leute einfach auf den nächsten Termin bzw. führte eine Warteliste, falls ein Teilnehmer absagte. Das Problem hatte ich gelöst. Aber nun taten sich neue Schwierigkeiten auf. Hatte ich genug Sitzgelegenheiten? Was war mit Tellern und Besteck? Ich würde zwar nicht kochen, aber wir würden möglicherweise, oder sogar ziemlich sicher, Essen bestellen. Wie würde ich das machen? Und da war sie wieder die ratlose Panik. Ich fühlte mich nicht so ganz wohl. Und was passierte? Rate mal. Von ursprünglichen 13 Teilnehmern waren wir am Ende zu *Trommelwirbel* dritt. Ja genau. Denn drei Tage vorher begannen die Leute auf einmal einer nach dem anderen abzusagen. Was war denn da los? Hatte ich mit dem Wechsel in mein Wohnzimmer so einen riesigen Fehler gemacht?

Ich sage dir was, habe ich nicht. Der Abend zu dritt war genau richtig, denn ich konnte mir den Ablauf erst einmal in kleinem Rahmen anschauen. Ich war am Ende dankbar dafür. Und ich erinnerte mich an meinem ersten Stammtisch an dem es im Grunde genau so ablief. Sobald ich anfange mir zu viele Gedanken zu machen stellen sie sich diese am Ende als absolut unnötig heraus. Danke liebes Universum, dass du so gut für mich sorgst, auch wenn das im ersten Moment für einen Dämpfer im Selbstwert sorgt. Man meint ja dummerweise es läge an einem selbst. Was es in gewisser Weise tut, aber nicht so wie man glaubt.

Was ich daraus gelernt habe

Ein Fazit aus dieser Sache? Ich gehe jetzt anders mit der Frage nach dem, was wäre wenn, um. Manches muss man wohl einfach mal ausprobieren und auf sich zukommen lassen. Vor allem weil man nie wissen kann wie sich das Blatt wendet. Wenn ich in Panik gerate setze ich mich hin und lasse dem Gefühl seinen lauf. Dabei beobachte ich meine Gedanken und Empfindungen. Meist klingt das Ganze dann recht schnell ab und ich weiß dann auch was zu tun ist. Die Gewissheit, dass man mit allem was das Leben einem vor die Füße schmeißt klar kommt, macht sehr entspannt und vor allem bleibt man handlungsfähig. Angst und Panik lähmen, das ist das letzte was man braucht. Wenn ich etwas nicht weiß, dann warte ich ab, dann kommt die Antwort meist ganz von alleine.

Wenn du auch immer wieder mit dieser Frage kämpfst, helfe ich dir auch gerne dabei die Angst aufzulösen. Sprich mich einfach an.

deine Feruna

Ein Kommentar

  1. Waldtraut Dittes Scherkl

    sehr schön geschrieben 🙂
    ich kenne diese Situation sehr gut

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