Veränderungen

Die letzen Wochen und Monate waren emotional sehr intensiv. Mein ganzes Leben krempelt sich um, ich verändere mich. Ich erkenne immer mehr die mich blockierenden Glaubenssätze und Erwartungen die ich ans Leben habe. Ich erkenne wie ich mir selbst im Weg stehe.

Die meiste Zeit geht es mir gut. Ich bin motiviert und zuversichtlich. Doch dann gibt es die anderen Tage. Die Tage voller Verzweiflung und Dunkelheit in denen ich meinen Weg nicht mehr erkennen kann, in denen ich im Dunkeln tappe und mich in einer Ecke zusammenkauere. In der Hoffnung, dass jemand mit einem Licht auftauchen möge, damit ich wieder sehen kann. Was ich in diesem Moment nicht bemerke ist der Lichtschimmer der durch meine zugekniffenen Augenlieder fällt. Richtig, ich sitze eigentlich gar nicht im Dunkeln, ich verschließe nur die Augen vor der Wirklichkeit.

Die Augen öffnen

Manchmal begreife ich schnell was passiert, dann wieder dauert es Tage bis ich bemerke warum es wieder mal so dunkel um mich herum ist. Dass niemand das Licht versteckt hat, sondern dass sich meine Ängste mal wieder in meine Sicht geschoben haben um doch endlich noch wahrgenommen zu werden. Immer wieder stand ich im Leben an einem gewissen Punkt. Ich konnte flüchten und einen Weg suchen mich nicht mit diesen Dingen auseinanderzusetzen. Bis jetzt habe ich das ziemlich gut hinbekommen. Doch das Leben hat so seine Art einen immer wieder mit der Nase auf die eigenen Probleme zu stoßen, durch Situationen und Menschen. Und immer wieder stehen wir vor der Entscheidung, Kampf oder Flucht?

Ich habe mich vor einiger Zeit dazu entschieden nicht mehr zu flüchten. Mich meinen Ängsten zu stellen. Denn ich war es einfach nur noch leid, immer wieder wegzulaufen.

Die absolute Dunkelheit

In den vergangenen Tagen hatte mich die Dunkelheit wieder absolut gepackt. Ich sah nichts mehr. Keinen Weg, keine Chance, nicht einen Schimmer von Licht der mir auch nur eine Richtung weisen würde. Ich kenne diesen Zustand, ich habe mich schon dutzende Male erfolgreich daraus freigekämpft. Und auch dieses Mal werde ich es schaffen. Nur dieses Mal kämpfe ich nicht dagegen. Die Dunkelheit macht mir keine Angst mehr. Nur in ihr kann ich das erkennen was tief in mir brodelt, mich gefangen hält und mich immer wieder zurück zieht, um sich mir zu zeigen.

Ich habe wirklich mit dem Leben gehadert. Warum scheint alles wieder schief zu laufen und den Bach runter zu gehen? Warum kann denn nicht mal was klappen… warum… fühle ich mich so verlassen. Noch ein paar tage zuvor war ich hochmotiviert und vor wenigen Wochen habe ich eine solche Energie an den Tag gelegt.. wow! Wo ist das hin? Es kann ja nicht schon wieder weg sein! Habe ich wieder alles falsch gemacht? War das nicht mein Weg?

All die Zweifel und Fragen die einen überkommen wenn man im Dunkeln sitzt… es ist nicht leicht das auszuhalten. Und immer wieder frage ich mich, warum? Was soll das jetzt wieder? War ich nicht auf einem guten Weg? Warum wird mir scheinbar wieder alles weggenommen? – Wird es das wirklich? Meine Gedanken änderten ein wenig die Richtung. Was, wenn ich gerade einfach nur wieder die Chance bekam mir meine Ängste anzusehen um sie zu erkennen und aufzulösen? Was, wenn das alles etwas Gutes ist?!

Eine Änderung des Blickwinkels

Noch vor wenigen Tagen war ich glücklich festzustellen, der richtige Platz im Leben ist kein physischer Ort, sondern die Stelle in deinem Inneren an der du richtig bist wie du gerade bist. Das war ein Geistesblitz, eine Erkenntnis die mich sehr glücklich gemacht hat. Habe ich doch gedacht ich würde meinen Platz im Leben niemals finden. Und dann das. Ach war das schön sich richtig zu fühlen. Und dann kommt plötzlich wieder sowas dunkles daher. Brrr. Alles für den Arsch. Wieder von vorne anfangen? Och nö! Das hatte ich doch jetzt echt oft genug. Am Anfang habe ich wirklich einfach nur einen Ausweg gesucht. Was sollte ich tun um da rauszukommen? Was hatte mich denn in die Lage gebracht? Konnte ich das schnell ändern? Und ZACK! Saß ich noch ’nen Meter tiefer drin und fühlte mich so richtig scheiße und nutzlos. Und dann, dann begann ich zu begreifen was hier wirklich passiert. Ich verdammte die Dunkelheit nicht mehr, ich versuchte sie anders zu sehen. Als Hilfe. Als Chance. Und so sitze ich hier und erzähle dir wie es mir erging.

Ich bin mir sicher du kennst das. Die Dunkelheit und Verzweiflung. Vielleicht kannst du sie auch als Chance sehen. Die Chance zu erkennen was du wirklich von dir denkst, um dann festzustellen was das eigentlich für ein Quatsch ist. Vielleicht erkennst du sogar woher dieser Glaube ursprünglich kam. Aber selbst wenn dem nicht so ist, zu erkennen was du tief im inneren Glaubst ist die Chance etwas zu verändern. Und mit der Veränderung verschwindet auch die Dunkelheit wieder, denn sie hat ihren Zweck erfüllt und wird nicht mehr gebraucht.

Lichtblick

Um mich ist es bereits heller geworden. Die absolute Dunkelheit ist dem dunklen Blau eines neuen Morgen gewichen. Springe ich schon wieder hochmotiviert durch die Gegend? Nein. Denn ich habe noch nicht alles gesehen was nötig ist. Aber es geht bergauf. Ich kann die Dunkelheit und mit ihr die neuen Erkenntnisse nun willkommen heißen. Ich kann mich entspannt ins Dunkel legen, denn ich weiß es geht vorbei. Und ich bin schon gespannt was sich mir zeigen wird. 🙂

deine Feruna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.