Drei Begriffe die dein Leben verändern – Achtsamkeit, Akzeptanz, Gelassenheit

Wie können drei Begriffe ein Leben verändern? Indem in ihnen eine ganze Welt verborgen ist.

Ich reduziere die Dinge gerne auf das Grundlegende. Daraus kann man alles weitere herleiten und aufbauen. Im letzten Jahr habe ich mich gefragt, was hinter all dem steckt was ich gelesen und erarbeitet hatte. Wo waren die Gemeinsamkeiten, was lag allem zugrunde? Ich habe eine ganze Weile überlegt und heraus kamen:

Achtsamkeit

Akzeptanz

Gelassenheit

In jedem dieser drei Begriffe steckt nun so viel mehr, als man auf den ersten Gedanken sehen kann. Gedanken? Ja! Denn alles kommt durch unsere Gedanken. Sie bewerten und urteilen, verdrängen und heben hervor. Sie hängen eng mit unseren Gefühlen zusammen und stehen mit diesen in Wechselwirkung.

Wie kann mir AAG (Achtsamkeit, Akzeptanz, Gelassenheit) nun bei deinen Problemen helfen und dein Leben verändern?

Wir möchten alle gerne gelassener sein, die Angst besiegen, Trauer überwinden oder einfach nur wir selbst sein. Da würde es ungemein helfen, wenn man die Dinge einfach mal so akzeptieren könnte wie sie sind und all den Mist der einem durch den Kopf schwirrt los ließe. Schön und gut, denkst du dir vielleicht, aber wozu brauche ich die Achtsamkeit?

Warum Achtsamkeit so wichtig ist

Achtsamkeit ist das Fundament, auf dem Akzeptanz und Gelassenheit aufbauen. Es ist auch der Mörtel, der alles zusammenhält. Um etwas akzeptieren zu können, muss mir erst einmal bewusst sein, dass überhaupt etwas schief läuft bzw. was genau. Wenn ich nicht weiß was es ist, kann ich auch nicht damit arbeiten. Diese Dinge herauszufinden, gelingt durch den achtsamen Umgang mit uns selbst, unseren Gedanken und Gefühlen. Achtsamkeit ist an jedem Prozess dieses Weges beteiligt, so bleibt man aufmerksam und bei der Sache.

Akzeptieren was ist

Ist klar wo es hakt, können wir zur Akzeptanz übergehen. Nehmen wir als Beispiel die Angst. Man wünscht sich nichts mehr, als dass die Angst doch bitte einfach verschwindet und uns in Ruhe lässt. Wir lehnen die Angst ab, wollen sie nur los werden. Das interessiert die Angst nur leider wenig, sie kommt wieder. Und je mehr wir versuchen sie zu verdrängen, desto schlimmer kann sie werden. Zum Glück ist da die Akzeptanz. Sie hilft uns, mit der Angst umzugehen. Denn wenn verdrängen nicht hilft, muss man es auf eine andere Art versuchen.

Du hast also erkannt, dass du Angst hast. Wovor ist im Grunde egal. Nun nimm dir die Angst bewusst vor. Schaue dir Angst an, achtsam. Lasse dieses Angstgefühl zu, so weit wie du damit umgehen kannst. Und dann akzeptiere die Angst. Heiße sie willkommen und schüttle ihr in Gedanken die Hand und lade sie auf eine Tasse Tee ein, wie einen alten Freund. Denn die Angst ist sowieso schon da. Sie schleicht um dein Haus, war vielleicht schon drin. Sie klingelt oft an der Tür und jedes Mal hast du sie abgewiesen. Dadurch hat die Angst sich nur noch mehr ins Zeug gelegt, um endlich von dir gehört zu werden.

Jetzt hat sie das nicht mehr nötig, denn du hast sie eingeladen und angehört. Angst ist an sich nämlich ein Schutzmechanismus und will helfen. Also lassen wir die Angst helfen und dann lassen wir sie wieder gehen.

Loslassen als letzter Schritt

Sind die Tassen leer und die Angst konnte endlich loswerden, was sie uns schon so lange mitteilen wollte, ist es an der Zeit die Angst zur Tür zu begleiten und zu verabschieden. Wir haben die Angst angehört und lassen nun los. Die Angelegenheit ist geregelt und muss nicht mehr beachtet werden. Dabei ist loslassen ein aktiver Prozess, der bewusst getan werden muss.

Das danach

Ist die Angst jetzt für immer verschwunden? Nein, die Angst wird nie verschwinden, denn sie ist ein Teil von uns. Wir haben nicht die Angst vertrieben, sondern unseren Umgang mit ihr verändert, sodass sie uns nicht mehr überwältigt, sondern eine Hilfe ist. Dieser Prozess wird nicht an einem Tag gelingen, er braucht Zeit. Wir brauchen Zeit uns an die neuen Gedanken zu gewöhnen und diese zu festigen. So wie an diesem Beispiel die Angst, kann man jedes Problem mit Achtsamkeit, Akzeptanz und Gelassenheit angehen. Der Ablauf ist immer der Gleiche, wobei man auch öfter mal von vorn anfängt. Man wechselt ständig zwischen akzeptieren und loslassen, wobei man dabei achtsam bleiben sollte.

Auf diese Weise habe ich mir meine Angst zum Freund gemacht, mich selbst gefunden, unveränderbare Umstände angenommen und eine (fast) unerschütterliche Gelassenheit erarbeitet. Fast, denn auch ich explodiere hin und wieder, wenn der Druck zu groß wird und ich mich nicht zurückziehen kann. Aber auch das ist ok und gehört zum Leben dazu.

2 Kommentare

  1. So wahr. Achtsamkeit ist die Grundlage. Akzeptanz, raus aus dem Widerstand, dann klappt es auch mit dem Loslassen. Danke für den Artikel.
    Alles Gute wünscht
    Jutta Marx http://www.juttamarx.de

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