Wie ich die Hochsensibilität entdeckte

Ich habe sie natürlich nicht entdeckt, das war Elaine N. Aron. Aber ich entdeckte dieses Persönlichkeitsmerkmal für mich. Und zwar im Jahr 2011.

Die Buchhandlung – Etwas grünes springt mich an

Hin und wieder überkommt mich der Drang meine Lieblingsbuchhandlung aufzusuchen um zu stöbern. So auch 2011. Das läuft dann ungefähr so ab: Ich gehe in meine Lieblingsabteilung und stelle mich vor das Regal. Dann lasse ich meinen Blick schweifen und schaue mal, was mich so anspringt. Alles was interessant aussieht, nehme ich in die Hand und blättere ein wenig. Lese mal hier mal da eine Passage. Wenn mich der Inhalt neugierig macht, nehme ich das Buch zur Seite, auf meinen Stapel. Diesen schaue ich mir dann später genauer an.

An diesem Tag fiel mir ein grünes Buch ins Auge. Zart besaitet von Georg Parlow. Hochsensibilität? Was soll denn das sein, dachte ich mir. Es machte mich jedoch neugierig und ich nahm es direkt mit in die Leseecke. Schon der Klappentext sprach mich an. Also habe ich nicht lange überlegt, bin zur Kasse, Buch eingepackt und ab nach Hause.

Die Welt verändert sich

Sofort stürzte ich mich in die Lektüre des Buches. Und zum ersten mal fühlte ich mich verstanden. Dieser Mensch schrieb von Dingen, die mir nur allzu bekannt waren, die ich aber nie so wahrgenommen hatte. Irgendwo war mir ja immer schon klar, das ich anders bin. Da hatte ich nun endlich den Beweis dafür und vor allem erklärte es diverse Probleme aus meiner Schulzeit, die ich mir vorher nie erklären konnte. Es war eine kleine Offenbarung.

Das Gefühl, nicht der einzig Sonderbare auf diesem Planeten zu sein, war enorm. Leider hielt es zu dieser Zeit nicht sonderlich lange an. Ich war zu sehr eingenommen von meiner Umwelt und den Anforderungen meines Studiums. Und so vergaß ich für knapp zwei Jahre den Umstand, das ich eben anders war und vor allem warum.

Die Verzweiflung wächst

Diese Zeit war nicht besonders angenehm. Ich versuchte mich an meine Umgebung anzupassen und stieß immer wieder an Grenzen. Ich verstand mich selbst nicht und stellte mich immer wieder in Zweifel. Ich kam nicht weiter. Wusste nicht wer ich bin und wo ich hin will und was das Ganze eigentlich sollte. Hin und wieder erinnerte ich mich daran, dass ich da mal was von Hochsensibilität gelesen hatte. Doch ich verfolgte den Gedanken nicht weiter, ich war zu beschäftigt mich anzupassen.

Doch die Fragen wer ich bin und was ich will waren nicht kleinzukriegen. Immer wieder kam ich an den Punkt wo ich sie mir stellte. Ich hinterfragte und suchte in mir selbst nach Antworten, doch ich war zu zugemüllt um etwas zu erkennen. Bis ich im September 2013 einen Tiefpunkt erreichte.

An diesem Punkt stolperte ich über ein Interview, das mein Leben veränderte.

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