Schreibblockade die Zweite – Oder tausche Zwang gegen Freiheit

Das hat richtig gut getan, mir gestern mein Problem von der Seele zu schreiben. Wie gut, siehst du daran, dass ich heute schon wieder schreiben kann. Alleine der gestrige Versuch, die Problematik auszuformulieren, hat dazu geführt dass ich wieder viel lockerer mit dem Problem umgehen kann.

Hey, ich bin frei

Und genau diesen Aspekt vergesse ich gerne mit der Zeit. Ich schaffe mir gedanklich immer wieder mein eigenes Gefängnis, aus dem ich dann glaube ausbrechen zu müssen. Dabei stehe ich in Wirklichkeit alleine auf freier Flur und laufe vor mir selbst davon. Sieht von außen sicherlich sehr bescheuert aus. Immerhin weiß ich mittlerweile um dieses Problem und kann es so schneller wieder in den Griff bekommen.

Ich hab es wirklich richtig gut. Ich kann mich den ganzen Tag auf meine Projekte, diese Seite und mich selbst konzentrieren. Wenn das Wetter schön ist, gehe ich raus und genieße die Natur. Oft ist mir diese Freiheit aber gar nicht bewusst. Mein Kopf, und die Glaubenssätze darin, machen mich glauben ich müsste bestimmte Dinge unbedingt tun und schon stecke ich wieder in meinem selbstgebauten, tragbaren Gefängnis, das ich überall mit hinnehmen kann. Interessanterweise bleibt es nur im Urlaub wirklich zuhause. Ein Zustand den ich über die Zeit nun langsam beseitigen werde. Wäre doch schön, immer so frei zu sein wie man wirklich ist.

So binden mich auch Glaubenssätze bezüglich dieser Webseite. Ich habe selbst einen Rahmen geschaffen und nun glaube ich diesen unbedingt einhalten zu müssen. Wer sagt das denn? Immerhin habe ich sie ja erschaffen, also kann ich auch nach Belieben damit verfahren. Das ist meine Freiheit. Ich kann ein Konzept verändern, neu entwerfen und weiterentwickeln, denn die Grenzen dazu existieren nur in meinem Kopf. Ja, natürlich gibt es auch reale Beschränkungen, um die geht es mir jetzt aber nicht. Die sind gegeben, zum Teil aber eben auch nicht. Der Kopf erschafft eine ganze Menge Grenzen, ob real vorhanden oder nicht.

Zurück zur Ursache meiner ganzen Schreibblockade. Zu Beginn war dieser Blog etwas recht persönliches. Ich dachte mir, bevor ich nie anfange lege ich jetzt einfach los. Ich erzähle von mir und was mich interessiert. Nun reicht mir das nicht mehr. Ich erweitere diese Seite also nach und nach um weitere Angebote. Und dabei liegt die Betonung auf erweitern und Angebot. Ich werde weiter genauso von mir und dem was mich interessiert berichten. Andere Inhalte sind auch als solche zu erkennen. Zum einen das Mentaltraining, zum anderen habe ich mir überlegt einen regelmäßigen Spaziergang ins Leben zu rufen, als Ergänzung zum Stammtisch. Die Ausrichtung der Webseite bleibt klar: hochsensible Scannerpersönlichkeiten und alles was sich darum dreht. Damit habe ich einfach meinen Themenbereich von mir persönlich, auf’s Allgemeine ausgedehnt. War eigentlich gar nicht so schwer.

Think outside the box

Das trifft den Nagel auf den Kopf. Alle Beschränkungen los lassen und sich mal außerhalb dieser Grenzen umschauen. Es ist erstaunlich was für Antworten und Möglichkeiten man dort finden kann. Ich muss mich dafür immer ganz konkret von gedachten Beschränkungen verabschieden. Ich übe mich darin, mir die Dinge einfach mal scheiß egal sein zu lassen. Das erzeugt eine Freiheit, ein wunderbares Gefühl. Einfach mal den Kopf ausleeren und alles als unwichtig deklarieren. Dann treten ach so wichtige Dinge schnell in den Hintergrund und man kann sich die Möglichkeiten anschauen, die dahinter zutage treten.

Vielleicht konnte ich dir damit eine Möglichkeit zeigen, deine eigenen Probleme etwas lockerer anzugehen. Am Ende ist das einzige, was wir wirklich müssen, sterben. Bis dahin ist das Leben voller Entscheidungen und Möglichkeiten. Den Zwang dazu erschaffen wir uns selbst.

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